BoysVoice kennt heute leider niemand mehr. Dabei hatte die Band, die insgesamt drei Alben veröffentlicht hat, durchaus Potential. In den frühen Neunziger Jahren kam sie allerdings zur falschen Zeit.
Es war ebenso wie mit dem Wasserbett: Es wurde von Jahrhunderten von Beduinen erfunden, und wurde dann lange vergessen, bis es in den 60er Jahren von den Hippies neu erfunden bzw. entdeckt wurde. Und der Vergleich zwischen einer Metalband und einem Wasserbett - www.schlafen-aktuell.de - erscheint nur denen seltsam, die diese Musik nie in einem Wasserbett liegend gehört haben.
In den frühen Neunzigern beherrschten Guns N’ Roses die Szene, sie waren damals die größte Rockband der Zeit, hatten den Rock mit ihrem Debüt „Appetite for Destruction“ noch einmal neu erfunden und fröhnten mit ihrem größenwahnsinnigen Doppelalbum „Use Your Illusion I & II“ dem Bombast schlechthin. Doch dann kam der Grunge, kamen Nirvana, die leider bis heute furchtbar überbewertet sind, und der Rock war erstmal tot. EMI trennte sich damals auch von BoysVoice, die sich erst 2005 zu einer wenig erfolgreichen Reunion zusammenrauften. Doch im Grunde ist ihr Schicksal symptomatisch, denn so erging es vielen Bands. Kill for Thrills ist so ein Beispiel. Die Sleaze-Rocker um Songwriter Gilby Clarke haben mit „Dynamite from Nightmareland“ eine der besten Sleaze-Scheiben der späten Achtziger Jahre aufgenommen, heute kennt sie niemand mehr. Die Plattenfirma ließ sie fallen, denn im Vergleich zu Zugpferden wie den L.A. Guns oder Mötley Crüe waren ihre Verkaufszahlen nicht berauschend. Clarke selbst hat daraus seine Konsequenzen gezogen. Er veröffentlicht seine (bis heute großartigen) Soloscheiben auf kleinen Labels wie Spitfire und produziert im heimischen Studio Bands, die ihm gefallen. Er weiß, dass er an ihnen nicht viel verdient, aber er gibt ihnen die Chance, die ihnen die renditeorientierten großen Plattenfirmen, deren Bosse eher im Wasserbett - www.wasserbetten-versand2000.de - als in Spelunken am Sunset Strip nächtigen, verweigern.