Das waren Zeiten, als wir in den Neunzigern jung waren: Auf unserer Bettwäsche prangten die Konterfeis von Axl Rose, Job Bon Jovi, oder das Logo von Kiss. Gab es von BoysVoice eigentlich je Bettwäsche? Vermutlich nicht. Es gab T-Shirts, Pins, Poster, all solches Zeug, aber Bettwäsche gab es nicht.
Es ist ja ohnehin die Frage, was es für eine Band bedeutet, auf Bettwäsche - www.premium-bettwaesche.de - abgebildet zu sein: Ist das die Ankunft im Musik-Olymp oder der totale Sellout? Übers Selling Out hat Axl Rose den großartigen Song „Prostitute“ geschrieben – schon 1998, aber er erschien erst 2008 auf dem Album „Chinese Democracy“. Es geht darin um den Ausverkauf des eigenen Namens und nicht zuletzt der Kreativität, darum, es nur noch des Geldes wegen zu tun. Es heißt, Duff McKagan habe den Song damals nicht aufnehmen wollen. Ob BoysVoice sich über dieses Thema jemals Gedanken gemacht haben? Vermutlich nicht, dafür waren sie nie erfolgreich genug. Aber sie hätten es werden können, das erste „BoysVoice“ betitelte Album ist schon ein ziemlicher Kracher. Aber was war damals schon Rock oder Metal aus Deutschland? Niemand interessierte sich dafür. Deutscher Rock, das waren die Scorpions, und die waren auf internationalem Parkett so peinlich, dass man sie sogar aus den Aufnahmen des Freddy-Mercury-Tribute-Konzerts herausgeschnitten hat. Als Nirvana kamen und Depri-Grunge plötzlich in war, war es mit großem Rock sowieso vorbei, und der Metal lebte allenfalls noch in England. Rammstein kamen erst später, sie debütierten 1995, und mit ihrer ohrwurmigen Rock-Pop-Mischung schafften sie es zu Weltruhm. Es dürfte kaum ein Land geben, in dem Rockfans den Song „Du hast“ nicht mitgrölen können. Es sind eben simple Ideen, die ziehen. By the Way: Gibt es Rammstein-Bettwäsche? Bestimmt …